Vitamin K - Das Vitamin für Blutgerinnung und Knochenbildung.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Vitamin K ist mangelhaft. Das belegen mehrere Studien. Doch welche Effekte hat Vitamin K und warum sollten vermutlich auch Sie sich eine Supplementation mit Vitamin K überlegen. Vitamin K und Vitamin D: eine sinnvolle Kombination.

Vitamin K

Quelle: wikipedia

Unter Vitamin K versteht man die drei Verbindungen Vitamin K1(Phyllochinon), K2(Menachinone) und K3(Menadion).

Funktionen:

  • Synthese von Prothrombin (Gerinnungsfaktor)
  • Knochenbildung
  • Kollagenbildung

Wichtig: Bei medikamentöser Behandlung mit Gerinnungshemmern, sogenannte Antikoagulantien, sollte auf eine Supplementation mit Vitamin K verzichtet werden.

Gute Quellen sind Sauerkraut, Rotkraut, Spinat oder Rosenkohl.

Vitamin K ist an der Aktivierung von Osteocalcin beteiligt. Dieses Peptidhormon ist wichtig für die Knochenbildung. Neben Vitamin K haben auch Vitamin D und Vitamin A Einfluss auf Osteocalcin. Bei einer Unterversorgung mit Vitamin K steigt das Risiko für Hüftfrakturen und die Knochendichte nimmt ab (Gröber, 2014). Auch für Diabetespatienten könnte Vitamin K hilfreich sein.

Es wird angenommen, dass ein Großteil der Bevölkerung einen Mangel an Vitamin K hat. Doch die Interaktion mit Gerinnungshemmern verhindert vermutlich eine allgemeine Empfehlung für Vitamin K-Supplemente.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 70 µg Vitamin K pro Tag (DGE). Da diese Mengen anscheinend nicht in der Lage sind eine optimale Vitamin K-Versorgung zu gewährleisten, sollte eine Supplementation mit Vitamin K diskutiert werden. Dafür eignet sich vor allem Vitamin K2 (MK-7), da es gut absorbiert wird und eine höhere biologische Aktivität als Phyllochinon hat.

Auch unsere Darmbakterien können Vitamin K2 bilden. Doch die Mengen an produziertem Menachinone sind zu gering, um einen Mangel verhindern zu könne. Da eine Antibiotikatheraphie unsere Darmbakterien tötet, ist eine Gabe von Antibiotika zusätzlich mit einem Vitamin K-Mangel assoziiert.

Interessant: Im Artikel über Vitamin D wurde die wichtige Rolle für die Knochengesundheit bereits erwähnt. Doch ohne genügend Vitamin K kann Osteocalcin nicht aktiviert werden. Deshalb sollte überlegt werden die Vitamin D-Supplementation mit Vitamin K zu ergänzen.

Seit 1961 wird Vitamin K präventiv bei Neugeborenen supplementiert. Dadurch wurde das Risiko für Hirnblutungen deutlich reduziert. Eine Überversorgung mit Vitamin K ist selbst in hohen Dosen kaum möglich. Selten treten allergische Hautreaktionen auf.

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