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Akne - Schädliche und schützende Nährstoffe und Lebensmittel.

Akne ist die häufigste Erkrankung der Haut. Viele wissenschaftliche Studien wurden zur richtigen Ernährung bei Akne gemacht. Die Ergebnisse sind nicht immer eindeutig. In diesem Artikel haben wir die aktuelle Studienlage verständlich zusammengefasst.

Akne und Ernährung – Gibt es einen Zusammenhang?

Bereits vor dem 19. Jahrhundert wurde der Zusammenhang zwischen Akne und Ernährung diskutiert. Allerdings hatten die Wissenschaftler damals nur begrenzte Möglichkeiten. Heute, im Zeitalter von Computer, Raumfahrt und Gentechnik gibt es neue Ergebnisse und die Verbindung von Akne und Ernährung konnte erneut vielfach bestätigt werden.

Akne

Akne ist eine, durch Androgene induzierte Erkrankung der Haut, welche sich durch erhöhte Talgproduktion, Hyperkeratinisierung und Entzündungen charakterisiert. Betroffene sind nicht nur von einem gestörten Hautbild geschädigt, sondern leiden auch unter den psychischen Folgen der Erkrankung. Akne tritt häufig im Teenageralter auf. Im Erwachsenenalter sind vor allem Frauen betroffen.

Süßigkeiten, Zucker, Schokolade und Fastfood bei Akne

Für keinen anderen Nährstoff ist die Studienlage so eindeutig wie für Zucker. Ein erhöhter Konsum führt zu einer starken Ausschüttung von Insulin. Dadurch wird der Körper in eine anabole, also aufbauende, Stoffwechsellage gebracht. Wachstumshormone wie der Insulinähnliche Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) werden verstärkt ausgeschüttet und regen das Wachstum an. Die Folge ist, dass vermehrt Talg in den Haarfollikeln produziert wird.

Wenn auf Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel verzichtet wird, kann die glykämische Last reduziert werden. Die glykämische Last beschreibt die Fähigkeit eines Lebensmittels den Blutzucker zu steigern. Langkettige Kohlenhydrate wie Vollkorn, Reis und Kartoffeln lassen den Blutzucker deutlicher langsamer ansteigen und eignen sich dadurch bei einer gezielten Ernährung bei Akne.

Allerdings sollte bedacht werden, dass auch Fette und Proteine den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen. Kohlenhydrate allgemein aus der Ernährung zu verbannen, kann also nicht das Ziel sein. Durch regelmäßige, dafür aber kleine Portionen, kann der Anstieg des Blutzuckers kontrolliert werden und eine überschüssige Insulinreaktion verhindert werden.

Auf Süßigkeiten, Zucker, Schokolade und Fastfood zu verzichten, ist eine der aussichtsreichsten ernährungsmedizinischen Möglichkeiten im Kampf gegen Akne.

Milchprodukte und Akne

Für Milchprodukte konnte ebenfalls eine Verbindung zu Akne festgestellt werden. Neben dem enthaltenen Zucker werden dafür vor allem Wachstumshormone in der Milch verantwortlich gemacht. Diese steigern, ähnlich wie die menschlichen Wachstumshormone, die Produktion an Androgenen (Sexualhormonen) und dadurch die Produktion von Talg. Dabei gibt es keinen erkennbaren Unterschied zwischen Milch, Käse und weiteren Milchprodukten. Möglicherweise ist der Einfluss von Vollmilch geringer als von stark verarbeiteter Milch (Juhl, 2018).

Natürlich kann der Verzicht auf Milchprodukte die Lebensqualität stark einschränken. Wenn dadurch allerdings die Akne bekämpft werden kann, sollte man sich diese Möglichkeit genauer überlegen. Im Zweifelsfall kann eine solche Ernährung über einen bestimmten Zeitraum getestet, und die Auswirkungen auf das Hautbild überprüft werden.

Omega-3-Fettsäuren bei Akne

Omega-3-Fettsäuren sind antiinflammatorische, also entzündungshemmende, Fettsäuren. Im Gegensatz dazu, verstärken Omega-6-Fettsäuren die Entzündungsbereitschaft des Körpers. Die heutige Ernährungsweise liefert vor allem Omega-6-Fettsäuren. Diese sind beispielsweise in Sonnenblumen-, Soja und Distelöl.

Zwar enthält Fisch diese entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren, speziell Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), doch sind diese nicht in ausreichenden Mengen enthalten. Um von den antiinflammatorischen Effekten von Omega-3-Fettsäuren zu profitieren, müsste täglich Fisch gegessen werden. Eine solche Ernährung ist teuer und aufwändig. Aus diesem Grund bieten sich für diesen Nährstoff Supplemente an. Für die angesprochenen Effekte werden 3-3,4 g EPA+DHA benötigt.

Epidemiologische Untersuchungen konnten diese These bestätigen. Populationen mit hohem Konsum an Omega-3-Fettsäuren haben eine niedrigeres Risiko an Akne zu erkranken.

Obst und Gemüse bei Akne

Der Konsum von Obst und Gemüse hat über verschiedene Mechanismen Einfluss auf die Entstehung von Akne. Obst und Gemüse ist reich an Antioxidantien. Dazu zählen vor allem Vitamin C, Polyphenole und Bitterstoffe. Als Radikalfänger können diese Nährstoffe die Entzündungsbereitschaft des Körpers reduzieren.

Gemüse enthalt große Mengen an Ballaststoffen. Diese sind ebenfalls in der Lage entzündungshemmend zu wirken und dadurch die Akne positiv zu beeinflussen (Kaufmann, 1983). Bereits 30 g Ballaststoffe konnten die Symptome bei Akne schnell und signifikant verbessern. Als Ersatz für stark verarbeitete Kohlenhydrate wie Nudeln und Ähnliches, können Ballaststoffe zusätzlich die glykämische Last von Mahlzeiten reduzieren.

Ernährung bei Akne Fazit

Verschiedene Lebensmittel und Nährstoffe können das Risiko an Akne zu erkranken, erhöhen. Dazu zählen stark verarbeitete Kohlenhydrate, Zucker, Milch und Omega-6-Fettsäuren. Vor allem bei bereits erkrankten Personen kann der Verzicht auf diese Lebensmittel helfen. Obst, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren haben hingegen eine schützende Wirkung und können das Hautbild verbessern oder die Erkrankung sogar komplett bekämpfen.

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