Stress, Ernährung und Co als Auslöser von Migräne - Die komplette Liste

Verschiedene Trigger können einen Migräneschub verursachen. In diesem Beitrag wurden die wichtigsten Auslöser von Migräne zusammengefasst. Besonderes Augenmerk liegt auf Lebensmitteln und Nährstoffen.

Auslöser von Migräne

Die meisten Migränepatienten berichten von sogenannten „Triggern“ oder auch Auslösern eines Migräneanfalls. Teilweise sind diese sehr individuell. Systematische Untersuchungen in den letzten Jahren kamen zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. In diesem Artikel wurden die wichtigsten und häufigsten Auslöser von Migräne zusammengefasst. Der Fokus liegt auf ernährungsbedingten Triggern.

Ernährung

Obwohl die Erforschung und Identifizierung von Nahrungsbestandteilen als Auslöser von Migräne schwierig sind, gibt es mittlerweile mehrere wissenschaftliche Studien mit interessanten Ergebnissen. (Nazari et al. 2012) Nachfolgend wurden die wichtigsten ernährungsbedingten Auslöser von Migräne zusammengefasst:

  • Fasten (Rothrock et al. 2010)
  • Verzicht auf Koffein nach längerer Gewöhnungsphase
  • Milchprodukte (v.a. Käse und Joghurt)
  • Aspartam als Süßstoff in Light-Produkten, Süßwaren, Kaugummis etc.
  • Nitrat (in verarbeitetem Fleisch)
  • Glutamat in gereiftem Käse, Geschmacksverstärkern und Sojasaucen
  • Gluten in Weizenprodukten
  • Histamin in gereiftem Käse, verarbeitetem Fleisch, eingelegter Fisch, Schokolade, Alkohol, Nüsse, Sauerkraut, Tomate und Avocado
  • Tyramin in Salzhering, Leber, gereiftem Käse und Himbeeren
  • Phenylethylamin in gereiftem Käse, Schokolade und Rotwein
  • Sucralose als Süßstoff in Light-Produkten, Süßwaren, Kaugummis etc.

Sonstige Auslöser

Neben der Ernährung gibt es weitere bedeutende Auslöser von Migräne. Hierzu gehören:

  • Stress
  • Menstruation
  • Wetter und Druckverhältnisse (v.a. schnelle Anstiege)
  • Visuelle Auslöser wie helles Licht und Flackern
  • Geräusche und Lärm
  • Gerüche (Parfüm, Benzin, Bleiche etc.)
  • Zu wenig oder zu viel Schlaf

Praktische Tipps

  1. Identifizierung von Migränetriggern und deren anschließender Vermeidung.
  2. Dokumentieren Sie das Auftreten von Migräne. Patienten haben häufig Schwierigkeiten sich die Frequenz und Dauer ihrer Migräneanfälle zu merken.
  3. Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil. Dazu gehört ein normaler BMI, guter Schlaf, Sport und eine ausgewogene Ernährung. (Marmura 2018)
  4. Stress und Wetterbedingungen können Sie in den meisten Fällen nicht beeinflussen. Fokussieren Sie sich nicht darauf.
  5. Vermeiden Sie Ängste einen neuen Migräneanfall zu erleiden. Effektive Medikamente für den akuten Einsatz können hierfür wichtig sein.
Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp

Sie wollen keine Neuigkeiten zur richtigen Ernährung bei Migräne mehr verpassen ?

Melden Sie sich jetzt für den kostenlosen Newsletter an!